Frankreich sagt JA zu Europa!

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich war ein nervenzerreißendes Drama. Letztendlich konnte Emmanuel Macron die Mehrheit der Franzosen für sich gewinnen. Hier erfahrt Ihr, was das für Europa bedeutet und welche Bewährungsproben auf den neuen Präsidenten warten!

Am Schluss waren es 66,1 % der Franzosen, die Emmanuel Macron für sich gewinnen konnte. Der 39-Jährige wird damit der jüngste Präsident Frankreichs. Im Großteil der westlichen Welt sorgt das Wahlergebnis für ein Aufatmen. Macron steht für eine junge Generation Europäer und will sich für den Erhalt der Europäischen Union einsetzen. Offen unterstützte die deutsche Regierung deshalb den Präsidentschaftskandidaten. Auch Barack Obama appellierte an die Franzosen, sich nicht von Angst, sondern von Hoffnung leiten zu lassen und für Macron zu stimmen.

Was war die Alternative?

Zu groß war die Angst, Marine Le Pen könnte am Schluss das Rennen doch noch für sich entscheiden. Zwar deuteten die Umfragen eher auf einen Sieg von Macron hin, nach dem Wahlausgang in den USA schien jedoch alles möglich. Die 48-jährige Le Pen ist Vorsitzende des rechtsnationalen Front National und nahm in ihrem Wahlkampf klar Stellung gegen die Einwanderungspolitik der französischen Regierung. Mehrfach machte sie durch rechtspopulistische Äußerungen auf sich aufmerksam. Zuletzt suchte sie den Schulterschluss mit anderen europäischen Nationalen, etwa mit Frauke Petry. Le Pen sprach sich außerdem klar gegen einen Verbleib Frankreichs in der EU aus.

Welche Bewährungsproben muss Macron jetzt bewältigen?

Für viele war Macron letztendlich das geringere von zwei Übeln. Um seine Zustimmung in der Bevölkerung nicht zu verlieren, ist es deshalb wichtig, dass er bald politische Erfolge verbuchen kann. Merkel hatte bereits angekündigt, ihm bei der Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Armut helfen zu wollen. Aber auch wenn er auf Unterstützung aus Berlin setzen kann, stehen Macron schwierige Bewährungsproben bevor, gerade im Hinblick auf die Zukunft der EU. Sein Plan von einem EU-weiten Haushalt kollidiert stark mit den Vorstellungen der deutschen Regierung. Auch im Punkt Eurobonds ist man sich nicht einig. Während Macron darauf setzt, dass reiche Länder die Schulden ärmerer Länder in Europa mittragen, hat Kanzlerin Merkel das bislang strikt ausgeschlossen.

// Sebastian

Titelbild: Gouvernement français [CC BY-SA 3.0 fr (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/fr/deed.en)], via Wikimedia Commons

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