Diese Antworten haben mir 12 Leute gegeben, die ich zu ihrem Leben befragt habe (Teil 1)

In den letzten Tagen und Wochen habe ich spannende Interviews mit vielen von Euch führen dürfen. Hier seht Ihr das Ergebnis. Für mich waren die Gespräche – jedes für sich – wunderbare Erfahrungen. Ich finde es schön, wie gleich die Antworten bei manchen Fragen ausgefallen sind.

Linda (26)

Was ist das Schönste an Deinem Leben?

Mein Kind. Seitdem ich meinen Sohn habe, bin ich komplett anders und lerne mich selbst neu kennen. Ich habe plötzlich viel mehr Geduld. Er kann sich Zeit lassen bis ultimo und es macht mir nichts aus. Man erkennt, was wirklich wichtig ist. Wenn er mich anlächelt, ist das einfach nur wunderbar: Du stehst auf, Dein Sohn lacht Dich an und Du platzt fast vor Glücksgefühlen.

Was ist das Schönste, das Du jemals erlebt hast?

Ich bin ein unendlich unzufriedener Mensch, deshalb ist die Frage schwierig für mich. Eigentlich ist das traurig, aber es ist halt so. Ich finde es schön, dass man jeden Tag aufstehen darf und sein Leben komplett verändern kann. Dass man die Chance hat, alles an seinem Leben selber zu lenken.

Was bereust Du in Deinem Leben am meisten?

Ich kann nicht sagen, was ich bereue. Das, was ich habe, hätte ich ja nicht, wenn ich irgendetwas anders gemacht hätte. Manche Entscheidungen hätte ich vielleicht selbstbewusster treffen und mich von den Meinungen anderer Leute nicht beeinflussen lassen sollen. Man muss mit dem zufrieden sein, was man hat. Ist doch eigentlich scheißegal, ob Du 10 kg Hüftspeck zu viel hast. Und trotzdem guckt man in den Spiegel und denkt sich „Scheiße, warum sehe ich nicht so aus wie die oder die?“.

Mit wem würdest Du gerne noch einmal sprechen und was würdest Du sagen?

Verstorbene habe ich eigentlich abgehakt, da ist man irgendwann einfach mal durch. Eigentlich fällt mir deswegen jetzt nur mein alter Chef ein. Ich war damals von heute auf morgen krank und konnte nicht mehr arbeiten. Meine Kollegen haben sich ab da nie mehr gemeldet und sehr verständnislos reagiert. Ich habe so viel Kraft in meine Arbeit gesteckt, wurde unverschuldet krank und dann war ich die Böse. Für mich war das sehr enttäuschend. Die waren für mich damals wie eine zweite Familie. Daraus habe ich gelernt, dass man sich auf keinen verlassen kann, nur auf sich selbst.

Was fehlt Dir in Deinem Leben?

Zufriedenheit und ein lockererer Umgang mit mir selbst. Für mich sind nur 150% annehmbar. Noch nicht einmal zufriedenstellend, nur annehmbar. Ich habe sehr hohe Ansprüche an mich und meine Umwelt. Man könnte fast schon sagen, dass ich eine perverse Perfektionistin bin. Dadurch mache ich mir viel Druck, der eigentlich nicht existiert und setze mir viele Verbote, die es eigentlich nicht gibt.

Was ist Dein größtes Ziel?

Dass mein Kind auch noch mit 30 Jahren stolz auf seine Mutter ist und nie sagt „Boah, meine Mutter schon wieder“. Dass es sein Leben lang stolz sagt „Da kommt MEINE Mama“. Dass ich für mein Kind ein Ansprechpartner bin und es weiß, dass es sich zu 1000% auf mich verlassen kann.

Was ist das Wichtigste in Deinem Leben?

Meine Familie, meine Eltern, mein Kind, mein Mann, meine Schwiegerfamilie. Es ist für mich besonders wichtig, dass es einen ehrlichen Umgang miteinander gibt. Nirgendwo kann man so echt sein wie in der eigenen Familie. Wenn ich mich da in eine Rolle reinstecken muss, läuft irgendwas falsch. Über meine Familie kommt mir auch nichts. Wenn etwas vorfällt, kläre ich das mit den Personen direkt. Ich würde niemals mit Dritten über familiäre Probleme reden.

Was war das Schlimmste, das Du jemals erlebt hast?

Ich habe schon so viel Schlimmes erlebt, aber was mich am meisten beschäftigt, ist meine Schulzeit. Ich hatte immer einen Lehrer, der mich auf dem Kicker hatte. Irgendwie musste ich mich immer mit Leuten auseinandersetzen, die mich nicht so lassen wollten, wie ich war, sondern meinen Charakter irgendwie brechen wollten. Dadurch musste ich oft älter sein als ich eigentlich war.

Hast Du einen festen Lebensgrundsatz?

Leider habe ich kein Bauchgefühl. Ich bin ein kompletter Kopfmensch und überlege viel. Ich wäge immer ab und das ist schlecht. Ich rieche sprichwörtlich so lange am Fleisch, bis ich rieche, dass es nicht mehr gut ist. Oft bin ich aber zu gut zu anderen, setze mich zu sehr für Leute ein, die mir wichtig sind und bekomme dann im Gegenzug eine verpasst. Meine Mutter sagt manchmal „ein Stückchen Gutheit, ein Stückchen Dummheit“.

Hast Du ein Lebenslied?

(Lacht) Im Moment schallen in meinem Kopf nur lauter Kinderlieder von meinem Sohn! Generell bin ich auch ein echter Antiromantiker, deswegen fällt es mir jetzt schwer, ein Lebenslied zu benennen.

Für mich sind nur 150% annehmbar. Noch nicht einmal zufriedenstellend, nur annehmbar. Ich habe sehr hohe Ansprüche an mich und meine Umwelt.

Tina (22)

Was ist das Schönste an Deinem Leben?

Meine Gesundheit. Es könnte mir ja auch viel schlechter gehen.

Was ist das Schönste, das Du jemals erlebt hast?

Das war ein Fußballspiel zwischen FC Bayern und Hamburg. Bayern hat damals 9:1 gewonnen. Für mich als FC-Fan war es schön, dass Rene Adler (Torwart von Hamburg) so oft hinter sich gegriffen hat. Generell macht mir Fußball viel Spaß, ich kicke nach der Arbeit gerne noch ein bisschen zusammen mit meinem Hund.

Was bereust Du in Deinem Leben am meisten?

Ich bereue es, oft nicht zugehört zu haben. Manchmal haben die Älteren Geschichten erzählt und als Kind hat man dann gedacht „Jaja, rede nur“ und weggehört. Diese Geschichten sind für immer verloren.

Mit wem würdest Du gerne noch einmal sprechen und was würdest Du sagen?

Ich würde gerne noch ein paar Geschichten von meiner Urgroßmutter hören. Als sie gestorben ist, war ich noch sehr jung und kann mich deswegen kaum an sie erinnern.

Was fehlt Dir in Deinem Leben?

Eigentlich fehlt mich gar nichts. Ich bin gesund und habe alles, was ich brauche. Ich habe einen Job, Geld auf dem Konto, genug zu Essen und zu Trinken und natürlich meine Haustiere. Anderen geht es da deutlich schlechter als mir.

Was ist Dein größtes Ziel?

Vor allem gesund zu bleiben. Außerdem einen guten Job haben, mit dem man genug Geld verdient und bei dem die körperliche Belastung nicht zu hoch ist. Das ist bei meiner aktuellen Arbeit leider schwierig. Ich trage eine große Verantwortung. Wenn ich einen Fehler mache, kann das Leben kosten. Gleichzeitig verdiene ich nicht viel und merke, wie meine Gesundheit belastet wird.

Was ist das Wichtigste in Deinem Leben?

Meine Familie und dass es ihr gut geht. Familie bedeutet für mich Zusammenhalt und eine schöne Zeit miteinander. Es ist mir wichtig, dass man ein „familiäres“ Verhältnis hat und es allen (gesundheitlich) gut geht.

Was war das Schlimmste, das Du jemals erlebt hast?

Das war im Januar 2012. Vor mir ist ein Mensch, den ich gut kannte, einfach tot umgefallen. Er hatte plötzlich einen Herzstillstand und war weg. Der Notarzt hat zwar noch versucht, ihn wiederzubeleben, aber es ging nicht mehr. Ich war damals noch ein Kind und mit der Situation total überfordert. Das Ereignis ist mir stark in die Knochen gefahren.

Hast Du einen festen Lebensgrundsatz?

Eigentlich nicht. Ich lasse mich mehr oder weniger immer von dem überraschen, das am nächsten Tag kommt.

Manchmal haben die Älteren Geschichten erzählt und als Kind hat man dann gedacht „Jaja, rede nur“ und weggehört. Diese Geschichten sind für immer verloren.

Jannis (23)

Was ist das Schönste an Deinem Leben?

Die Leute, mit denen ich zu tun habe. Mein Partner und meine Familie. Es ist schön zu wissen, wo man hingehen kann, wenn man etwas braucht oder einfach nur mal reden will. Auch dass man weiß, es ist jemand da, der einen unterstützt, ist wunderbar.

Was ist das Schönste, das Du jemals erlebt hast?

Das ist ganz einfach: Onkel zu werden. Verantwortung für einen kleinen Menschen zu haben, ihm etwas beizubringen und zu wissen, dass an ihm etwas von einem selber dranhängt. Weisheiten, Lebenseinstellungen und so weiter.

Was bereust Du in Deinem Leben am meisten?

Im Nachhinein einige Beziehungen. Eigentlich hätte ich mir die echt sparen können. Viele von denen waren für mich vergeudete Zeit. Da hätte ich mehr Spaß als Single gehabt.

Mit wem würdest Du gerne noch einmal sprechen und was würdest Du sagen?

Mit einer Person, mit der ich mal in einer Beziehung war. Ich würde einfach gerne wissen, wie es dazu kam, dass damals alles in die Brüche ging. Leider konnte ich mit dieser Person danach nie wieder sprechen. Ich denke heute noch viel darüber nach.

Was fehlt Dir in Deinem Leben?

Ich hätte gerne ein bisschen mehr Geld, damit ich so leben kann, wie ich möchte und wie ich es mir schon als Kind vorgestellt habe. Damals dachte ich, dass ich mit spätestens 18 einen Job haben und mir eine schöne Wohnung, tolle Klamotten und so weiter leisten könnte. Mit 2.000 im Monat netto wäre ich schon zufrieden. Viel wichtiger als das Geld ist mir im Endeffekt aber, alle Leute bei mir zu haben, die mir wichtig sind. Alles andere ist wirklich Nebensache.

Was ist Dein größtes Ziel?

Gesund zu bleiben und in meinem Beruf erfolgreich zu sein.

Was ist das Wichtigste in Deinem Leben?

Meine Familie. Das sind für mich die wichtigsten Menschen, die man hat und mit denen man ein langes Leben verbringt. Man hat immer jemanden, mit dem man reden und sich auseinandersetzen kann.

Was war das Schlimmste, das Du jemals erlebt hast?

Das Schlimmste war für mich ein herber beruflicher Rückschlag. Ich habe damals lange Zeit auf etwas hingearbeitet, mein ganzes Ich und alle Kraft hineingelegt und plötzlich ging alles in die Brüche.

Hast Du einen festen Lebensgrundsatz?

„Das Herz ist wichtiger als das Hirn.“ Das ist meine eigene Maxime. Sobald ich einen Zwiespalt zwischen Kopf und Bauch habe, entscheide ich mich für den Bauch. Das war schon immer so. Ich kann zwar mit Logik viel anfangen, aber gefühlstechnisch ist es doch scheißegal wie logisch etwas ist.

Hast Du ein Lebenslied?

Last Hope“ von Paramore. Das ist eines der aufbauendsten Lieder, die ich kenne. „It’s just a spark but it’s enough to keep me going and when it’s dark out and noone’s around it keeps glowing.“

Das Schlimmste war für mich ein herber beruflicher Rückschlag. Ich habe damals lange Zeit auf etwas hingearbeitet, mein ganzes Ich und alle Kraft hineingelegt und plötzlich ging alles in die Brüche.

Max (27)

Was ist das Schönste an Deinem Leben?

Dass ich der sein kann, der ich bin und dass ich das machen kann, was ich machen will. Durch meine Arbeit und meine Freunde lerne ich viel über das Leben. Sie vermitteln mir außerdem das Gefühl, dass ich geliebt und geschätzt werde.

Was ist das Schönste, das Du jemals erlebt hast?

Da gibt es drei Sachen. Am Schönsten war für mich eine Reise nach New York vor ein paar Jahren. Ich hatte mir das schon über 10 Jahre gewünscht. Die Stadt stand für mich immer für Freiheit und Weltoffenheit. Ein anderes schönes Erlebnis war für mich als ich am Totenbett meiner Patentante sein durfte. Das hört sich erstmal ziemlich widersprüchlich und seltsam an. Es war für mich aber insofern einschneidend, als dass ich in dieser Situation unglaubliche Zuversicht und Hoffnung gespürt habe, obwohl ein Mensch gestorben war. Ich habe noch mit ihr gesprochen und war dabei irgendwie ganz beruhigt und friedlich. Letztendlich hat mir dieses Ereignis meine Angst vor dem Tod genommen. Zu guter Letzt war auch meine Kindheit, die ich zum großen Teil bei meinen Großeltern verbracht habe, eine wunderbare Zeit. Ich werde sie nie vergessen und für den Rest meines Lebens dankbar dafür sein.

Was bereust Du in Deinem Leben am meisten?

Ich glaube, ich habe bis jetzt alles genau richtig gemacht. Fehler musste ich machen, sonst hätte ich ja nichts gelernt. Ich bin mit mir selbst auf jeden Fall im Reinen und habe das Gefühl, dass ich offen und ehrlich mit mir selbst bin und auch sein kann.

Mit wem würdest Du gerne noch einmal sprechen und was würdest Du sagen?

Ich würde gerne noch einmal mit meiner Patentante reden und ihr sagen, wie wichtig sie mir war / ist und ihr danken, für das, was sie mir beigebracht hat. Es wäre sicher ein Gespräch mit vielen Worten. Sie hat ebenso gerne geplaudert wie ich. Außerdem würde ich sie noch nach dem Rezept für ihr Salatdressing fragen. Sie hat das Beste Dressing aller Zeiten gemacht.

Was fehlt Dir in Deinem Leben?

Ich wäre gerne mit mehr zufrieden. Leider stecke ich meine Ziele immer sehr hoch und habe dadurch selten das Gefühl, etwas richtig gut gemacht oder erreicht zu haben. Außerdem fehlt mir das natürliche Gefühl von Ruhe. Das kenne ich leider gar nicht. Manchmal ist das wirklich nicht einfach.

Was ist Dein größtes Ziel?

Am Ende meines Lebens zurückblicken und sagen zu können „War schon gut so. Alles richtig gemacht“. Ich will wissen, dass ich die Welt ein bisschen besser gemacht habe und meiner Familie und meinen Freunden Hilfe, Unterstützung, echter Freund und eine Freude war. Ich hoffe, dass sie gerne an mich denken und meine Lebensphilosophie weitergeben.

Was ist das Wichtigste in Deinem Leben?

Meine Familie ist da ganz vorne. Für mich sind das all die Menschen, die mir am Herzen liegen. An vorderster Front meine Großeltern, meine Mutter, meine Schwester, mein Freund, meine Schwiegerfamilie und natürlich unbedingt mein kleiner Neffe.

Was war das Schlimmste, das Du jemals erlebt hast?

Das Schlimmste für mich war, als Jugendlicher an einem Punkt angekommen zu sein, an dem ich dachte, dass es keinen Sinn mehr macht, mit dem Leben weiterzugehen. Diese Gedanken kamen natürlich nicht von irgendwo. Es ist viel Schlimmes passiert. Für mich war das eine wirklich schreckliche Zeit. Heute bin ich zum Glück auf der „Sonnenseite des Lebens“ angelangt.

Hast Du einen festen Lebensgrundsatz?

Lieben, lieben, lieben! Und ich bin es so leid, dass ich blöd angeguckt werde, wenn ich das sage. Denn im Endeffekt ist das das Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Einen anderen zu lieben ist das Schönste, Sinnvollste und Wichtigste, was man tun kann.

Hast Du ein Lebenslied?

Das mit der Musik und mir ist so eine Sache. Manchmal bin ich der größte Kunstverächter und manchmal höre ich Lieder oder Alben ein Jahr durchgehend. Das für mein Leben passende Lied würde wohl Adele singen. Es wäre alles drin. Drama, Emotionen und Paukenschläge.

Durch meine Arbeit und meine Freunde lerne ich viel über das Leben. Sie vermitteln mir außerdem das Gefühl, dass ich geliebt und geschätzt werde.

Lisa (25)

Was ist das Schönste an Deinem Leben?

Gerade bin ich in meinem Leben an einem Punkt, an dem sich alles neu ausrichtet. Jetzt nach meinem Studium ist wieder eine Etappe geschafft. Es geht einen Schritt weiter. Für mich ist es eine schöne Gewissheit, dass ich wieder etwas erreicht habe. Zwar bin ich traurig, dass die Zeit in meiner Wahlheimat zu Ende geht, aber gleichzeitig beginnt ja wieder eine neue Lebensphase. Wer weiß, wo ich in einem halben Jahr bin!

Was ist das Schönste, das Du jemals erlebt hast?

Die Zeit in meiner Wahlheimat. Vor dem Studium gab es oft berufliche Probleme. In meiner Ausbildung gab es viele blöde Schnepfen. Grundsätzlich ist für mich aber auch die Vereinsarbeit, die ich immer wieder betreibe, sehr schön. Bei Fahrten, Aktionen und so weiter habe ich Leute dabei, die ich gerne habe und lerne immer wieder neue Menschen kennen.

Was bereust Du in Deinem Leben am meisten?

Dass ich so ein Kopfmensch bin, immer viel zu viel nachdenke und zu wenig aus dem Bauch heraus entscheide. Ich würde so gerne auf meinen Bauch hören können, kann es aber einfach nicht. Vieles wäre dann glaube ich leichter und ich hätte weniger schlaflose Nächte.

Mit wem würdest Du gerne noch einmal sprechen und was würdest Du sagen?

Im Moment gibt es da glaube ich niemanden. Mit den Leuten, mit denen ich sprechen will, habe ich Kontakt und mit den Leuten, mit denen ich nicht mehr sprechen will, habe ich keinen Kontakt.

Was fehlt Dir in Deinem Leben?

Es fehlt bestimmt ganz viel, aber grade fällt mir nichts ein. Sicher fehlt was. Ich meine, es ist ja nicht alles total perfekt. Vielleicht sind es auch einfach Dinge, die mir nicht so wichtig sind. Kleinigkeiten, mit denen ich mich abgefunden habe. Vielleicht fehlt mir aber auch gar nichts.

Was ist Dein größtes Ziel?

Ich wäre gerne mal in irgendeiner Form selbstständig. Ob mit einer eigenen Agentur, als Journalistin oder mit einem eigenen Café. Ich möchte etwas haben, das nur mir gehört. Es würde mich auch reichen, wenn ich das erst irgendwann mit 50 habe.

Was ist das Wichtigste in Deinem Leben?

Meine Schwester und meine Mama. Die beiden waren einfach immer da. Sie sind der Teil meiner Familie, der sich nicht geändert hat und beständig geblieben ist. Sie sind immer ein fester Teil gewesen. Grundsätzlich mag ich Veränderungen zwar, aber manchmal ist es einfach auch gut, wenn etwas gleich bleibt.

 Was war das Schlimmste, das Du jemals erlebt hast?

In der 9. Klasse war ich als Tutorin für die jüngeren Schüler eingeteilt. An einem 1. April kam eine Gruppe Mädchen auf mich zu und hat mir erzählt, dass einer ihrer Schulkollegen bei einem Autounfall ums Leben gekommen sei. Ich bin damals total ausgeflippt und habe die Mädchen heftig geschimpft, dass man über solche Themen keine Witze macht, auch nicht am 1. April. Letztendlich war die Geschichte aber wahr und der Schulkollege war tatsächlich am Vortag bei einem Autounfall verstorben. Mit tut es heute noch leid, wie sehr ich die Mädchen geschimpft habe.

Hast Du einen festen Lebensgrundsatz?

„Glücklich sein ist nicht, das Beste zu haben, sondern, das Beste daraus zu machen.“ Letztendlich war auch mein Studium nur Plan B und aus jetziger Sicht bin ich wahnsinnig froh, dass ich es gemacht habe. Etwas Anderes wäre niemals so toll geworden.

Hast Du ein Lebenslied?

Eigentlich nicht. Aber wenn es das geben würde, wäre es auf jeden Fall chaotisch. Irgendeine Indie-Band würde es singen und es wäre kein Mainstream-Popsong, sondern was Besonderes.

Meine Schwester und meine Mama. Die beiden waren einfach immer da. Sie sind der Teil meiner Familie, der sich nicht geändert hat und beständig geblieben ist

Janine (21)

Was ist das Schönste an Deinem Leben?

Meine Freunde und meine Familie. Schönere Dinge gibt es für mich nicht. Sie sind immer für mich da, wir haben viel Spaß zusammen und gehen gemeinsam durch alle Lebensphasen. Gerade, wenn man eine schwere Zeit hat, ist es schön, wenn man weiß, dass es Menschen gibt, die einen unterstützen.

Was ist das Schönste, das Du jemals erlebt hast?

Als ich Tante wurde, war das ein wunderbarer Moment für mich. Meine Nichten sind unglaublich putzig und ich erinnere mich noch an den Moment, als ich sie zum ersten Mal gesehen habe. Es war magisch. Wenn sie Deinen Finger in die Hand nehmen und in nicht mehr loslassen oder wenn sie Dich anlächeln, ist das einfach toll.

Was bereust Du in Deinem Leben am meisten?

Dass ich so viele Menschen weggestoßen habe. Ich glaube, manchen hätte ich ihnen eine Chance geben sollen. Außerdem habe ich mich oft von Freunden lenken lassen und das gemacht, was alle gemacht haben. Viele Entscheidungen aus meiner Jugend würde ich heute anders treffen.

Mit wem würdest Du gerne noch einmal sprechen und was würdest Du sagen?

Mit meiner Oma. Sie hatte Alzheimer und ich konnte damit nicht umgehen. Ich war damals noch in der Pubertät und noch nie mit der Krankheit in Kontakt gekommen. Als sie mich gefragt hat, wer ich denn sei, war ich so schockiert, dass ich sie nicht mehr besuchen konnte. Im Nachhinein wäre noch so viel Zeit gewesen, hätte ich mich mit Demenz ausgekannt. Ich würde ihr gerne noch einmal sagen, dass ich sie lieb habe und ihr dankbar dafür bin, dass sie mich großgezogen hat. Ich habe es nicht vergessen, dass sie mir eine schöne Kindheit ermöglicht hat.

Was fehlt Dir in Deinem Leben?

Ehrlich gesagt ein Partner. Es ist schön, wenn man zu jemandem nach Hause kommt. Wenn da jemand ist, der sich auf einen freut, der immer da ist und mit dem man sich eine Zukunft aufbaut.

Was ist Dein größtes Ziel?

Eigentlich habe ich generell gar keine so großen Ziele. Ich will mit beiden Beinen im Leben stehen, unabhängig sein und Spaß an der Arbeit haben. Gerne wäre ich eine erfolgreiche Journalistin, vielleicht im investigativen Bereich. Schreiben ist meine Leidenschaft, ich bin da voll in meinem Element.

Was ist das Wichtigste in Deinem Leben?

Definitiv meine Freunde und meine Familie. Es gibt nichts Wichtigeres. Ein Leben ohne sie kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre für mich total trist und sinnlos. Mit wem soll man denn sonst lachen und mit wem reden, wenn es einem nicht gut geht?

Was war das Schlimmste, das Du jemals erlebt hast?

Da könnte ich viel nennen. Über manches davon spreche ich auch nicht. Meine Ausbildung war teilweise auf jeden Fall sehr schwierig. Wir standen andauernd unter Druck, wurden ständig kontrolliert und mussten uns für alles rechtfertigen. Unsere Chefin war nicht besonders nett und ich bin fast jeden Tag mit Bauchschmerzen zur Arbeit gegangen. Letztendlich habe ich es durchgezogen, mich umorientiert und abgehakt.

Hast Du einen festen Lebensgrundsatz?

Ich habe nicht unbedingt einen festen Lebensgrundsatz. Man soll einfach das tun, was einen glücklich macht. Nur so geht es einem wirklich gut. Dein Leben bringt Dir ja nichts, wenn Du Dich von anderen diktieren lässt und Sachen machst, die Deine Freunde oder Eltern wollen. Du lebst Dein Leben, nicht die Anderen.

Hast Du ein Lebenslied?

Nein, aber es müsste auf jeden Fall leicht dramatisch sein. Manchmal bin ich eine ziemliche Drama-Queen. Stellenweise kann es auch richtig tief runtergehen. Dann wieder muss es aber auch himmelhochjauchzende Töne geben. Mark Forsters „Herz über Kopf“ spricht mir denke ich gut aus der Seele. Ich habe manchmal echt Schwierigkeiten, nach meinem Herz zu gehen und bin sonst immer ein Kopfmensch. Dadurch baue ich in meinem Kopf viele Mauern auf.

Ich habe manchmal echt Schwierigkeiten, nach meinem Herz zu gehen und bin sonst immer ein Kopfmensch. Dadurch baue ich in meinem Kopf viele Mauern auf.

// Sebastian

Wie gefallen Euch diese Interviews? Welche Antworten fandet Ihr besonders spannend? Welche Frage hätte ich noch stellen sollen? Wollt Ihr mehr Beiträge dieser Art sehen?

2 comments

    1. DailySpice ( User Karma: 0 ) says:

      Hi Anne! Danke für Deinen Kommentar 🙂 Das fand ich auch total interessant und vor allem sehr schön. Macht doch Hoffnung oder nicht? 😀
      // Seb

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.