Daran erkennst Du Fake News!

Mehr als jeder Dritte Deutsche traut den Medien zu, absichtlich häufig zu lügen. Das ergab Ende 2015 eine Umfrage von Infratest Dimap. Scheinbar ist deshalb die Suche von Fakten abseits der „Mainstream-Medien“ in Mode gekommen. Doch die angebliche Informationsfreiheit im Netz ist trügerisch: Wie Lauffeuer verbreiten sich Falschmeldungen, die gezielt dazu eingesetzt werden, Leser zu manipulieren. Hier erfahrt Ihr, wie Ihr Fake News erkennen könnt!

Ein gesundes Misstrauen ist immer hilfreich, auch beim Erkennen von Falschmeldungen. Jeder Meldung und jedem Bericht sollte man zuerst einmal kritisch gegenüberstehen. Es ist wichtig, dass Du im Auge behältst, wer der Autor ist und welche Motive er hat. Kennzeichnet er eigene Meinung nicht als solche? Benutzt er überspitzte oder hetzerische Sprache, zum Beispiel „wieder einmal ein krimineller Flüchtling“? Wenn das der Fall ist, liegt ein erstes Indiz für eine Falschmeldung vor.

Höre auf Deinen Instinkt!

Höre unbedingt auf Dein Bauchgefühl. Auch wenn Du Dich mit dem behandelten Thema nicht auskennst, solltest Du folgende Fragen instinktiv beantworten können: Wie logisch klingt der Text für Dich? Widerspricht der Autor Deiner bisherigen Kenntnis? Kannst Du bestimmte unlautere Absichten erkennen, zum Beispiel die Werbung für ein Produkt, eine Gruppierung oder eine Marke?

Ein gesundes Misstrauen gegenüber allen Meldungen ist Grundlage dafür, Falschmeldungen als solche erkennen zu können!

Überprüfe die Quellen!

Echte Journalisten verbringen einen Großteil ihrer Zeit damit, ihre Quellen (und die Quellen ihrer Quellen) auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Manchmal dauert diese Arbeit länger als das Verfassen eines Artikels. Es sollte Dir deshalb vergleichsweise leichtfallen, die Quellen für Meldungen zu überprüfen. Entweder sind sie im Text erwähnt, am Ende des Artikels verlinkt (so wie auch hier) oder Du kannst sie schriftlich oder telefonisch erfragen.

Ein Journalist wird Dir gerne Auskunft über seine Quellenlage geben. In größeren Medienhäusern, etwa beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, wird das in der Regel mehr Zeit in Anspruch nehmen als bei kleineren Magazinen. Der Autor muss erst ermittelt werden und sitzt meistens schon wieder an der nächsten Story. Achtung: Bei Insider-Geschichten wird Dir der Autor die Quelle natürlich nicht nennen. Sind keine Quellen erkennbar und reagiert der Autor auf Anfragen abweisend, sollten bei Dir alle Alarmglocken schellen.

Für Dich muss klar sein, welche Quellen genutzt wurden, um einen Text zu schreiben!

Nutze Suchmaschinen!

Suchmaschinen sind hilfreiche Freunde, wenn es darum geht, Meldungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu testen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du einer bestimmten Seite trauen kannst, google sie. Gib den Seitennamen ein und füge das Suchwort „Fake“ hinzu. Sollte es sich um eine einschlägige Seite handeln, werden zahllose Suchergebnisse auf unseriöse Macharten hinweisen.

Entdeckst Du eine Falschmeldung auf einem sozialen Netzwerk, solltest Du sie unverzüglich melden. Zwar will Facebook Fake News in Zukunft kennzeichnen, eine hundertprozentige Sicherheit gibt es aber nicht. Wenn Deine Freunde unseriöse Berichte teilen, weise sie darauf hin, dass es sich um Fake News handelt.

// Sebastian

Die Quellen für den Beitrag findest du hier.

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