Arbeiten im Club – zwischen Vodka und K.O.

Natalie arbeitet seit über 4 Jahren in einem Würzburger Club. An den Wochenenden steht sie oft hinter dem Tresen und gibt einen Drink nach dem anderen heraus. Dass viel mehr hinter dem Job steckt als Cocktails zu mixen und trotz aufdringlicher Gäste immer freundlich zu lächeln, zeigt sich in diesem Interview.

Hallo Natalie! Du arbeitest im Club Katze in der Gerberstraße, was sind dort Deine Aufgabenbereiche?

Natalie: Es gibt mehrere Aufgabenbereiche in der Katze. Diese sind unterteilt in CvD, Bar, Springer, Kasse, Garderobe und Promo. Ich habe das Glück, CvD, Bar und Kasse machen zu dürfen. CvD heißt Chef vom Dienst. Das bin ich nicht immer aber wenn, darf ich den Club öffnen und später auch schließen. Unter CvD fallen auch Tätigkeiten wie der Getränkeverkauf, Kassen bestücken und die Kontrolle, dass der Abend gut verläuft. Als Springer schaust du, dass die Bar gut aufgefüllt ist und der Club am Ende des Abends sauber verlassen wird.

Wie läuft bei Euch ein normaler Abend ab?

Natalie: Der normale Arbeitstag in der Katze: Man kommt circa 10 Minuten früher zur Schicht, um die Lage abzuchecken und die eigene Kasse zählen zu können. Man informiert sich über Specials, die am Tag angeboten werden und fängt dann an, zu arbeiten. Ob es stressig wird, hängt immer vom Tag ab, aber meistens ist es machbar und mit den tollen Kollegen macht die Arbeit auch immer Spaß.

Wenn Gäste stark betrunken und gleichzeitig hartnäckig sind muss man sich manchmal schon ein bisschen zusammenreißen.

Gibt es ab und zu auch Zwischenfälle?

Natalie: Natürlich kommt es öfter mal vor, dass Gäste plötzlich das Rauchen anfangen und andere wiederum zu viel trinken etc.

Wirst Du häufig angebaggert, wenn Du hinterm Tresen arbeitest?

Natalie: (lacht), ich selber finde nicht, dass ich an der Bar häufig angemacht werde. Das kommt zwar mal vor, aber ich glaube, die Kollegen an der Kasse oder Garderobe erwischt es da öfter.

Was war Dein krassestes Erlebnis, seit Du dort arbeitest?

Natalie: Das krasseste Erlebnis in der Katze war eine Massenschlägerei, die dann vor dem Club weiter ging. Was schlimmeres habe ich noch nie dort gesehen, und ich arbeite schon über 4 Jahre dort.

Was nervt Dich an Deinen Gästen am meisten?

Natalie: Ich würde nicht sagen, dass mich die Gäste nerven. Aber wenn Gäste stark betrunken und gleichzeitig hartnäckig sind, muss man sich manchmal schon ein bisschen zusammenreißen. Allerdings sehe ich das dann meistens mit Humor.

Welche Art von Gästen ist dir am liebsten?

Natalie: Mir sind die Gäste am liebsten, die herkommen, um Spaß zu haben und freundlich sind. Und natürlich die, die Trinkgeld geben.

Das Ekligste, was ich mal auf dem Boden gefunden habe war ein blutiger Tampon.

Was war das Ekligste, das Du nach Feierabend im Club auf dem Boden gefunden hast?

Natalie: Das Ekligste, was ich mal auf dem Boden gefunden habe, war ein blutiger Tampon. Erbrochenes kommt viel öfter vor und das finde ich auch richtig eklig.

Wie oft sind bei euch die Klos verstopft und wie häufig müssen die Türen der Toiletten repariert werden?

Natalie: Es kann schon mal vorkommen, dass die Toiletten an einem Abend mehrmals verstopfen, aber das kommt eher selten vor. Kaputte Türen habe ich persönlich noch nie gesehen.

Möchtest du zum Schluss noch etwas sagen?

Natalie: Ich hoffe, dass ich Dir einen guten Einblick verschaffen konnte. Ich habe schon in mehreren Gastrobetrieben gearbeitet und muss sagen, dass mir die Katze am besten gefällt. Deswegen bin ich auch schon so lange da. Wir sind ein tolles Team und verstehen uns super. Das liegt sicher auch an den tollen Chefs.

Vielen Dank für das Interview, Natalie!

Am Freitag, den 28. April lädt Natalie zur Veranstaltung Bootyshake 2.0 in die Katze ein.

// Peggy

Noch nie in der Katze gewesen? schnell hin!

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